ALLTAGSLEBEN · VON SHANG BIS QING
Alltagsleben
Essen, Wohnen und Gewohnheiten

Fragen auf Knochen: Wie die Shang ihre Ahnen speisten
Die Shang glaubten, ihre Toten würden zu Ahnen, die den Lebenden helfen; sie opferten Speise und Wein, befragten Knochen zur Ernte und gaben Gefolgsleute und Opfermenschen mit ins Grab.

Malven, Bohnen und ein Lamm: Was die Menschen in der Frühlings- und Herbstzeit aßen
Die Ode „Siebter Monat“ listet ein Jahr der Nahrung: Malven, Bohnen, Datteln, Reis für Wein, Kürbisse, Bitterkräuter, Hirse als Grundlage, Lamm zum Fest; zwei Mahlzeiten am Tag, keine Speisekarte.

Fleisch ohne Kühlschrank: Reis, Weintrub und Lehm
Ein Schwein im zwölften Monat, drei Wege, es zu halten: in gekochtem Reis, bis es säuert; in gesalzenem Weintrub; in Lehm versiegelt an der Nordwand. Das Qimin Yaoshu nennt alle drei.

Knecht der Milch: Wang Su, der Tee und der Geschmack eines Nordhofs
Ein Überläufer aus dem Süden kommt 494 nach Luoyang, isst weder Hammel noch Milch und trinkt Tee. Jahre später nennt er am Kaiserhof den Tee den Knecht der Milch. Eine Anekdote, ein Spitzname — ein Mann, kein Volk.

Drei Shi, drei Dou, drei Sheng: Ein Verpflegungsregister von der Han-Grenze
Eine 4,66 Gramm leichte Holztafel von einem Han-Grenzposten verzeichnet fünfzehn Männer, ihre Ration von drei Shi drei Dou drei Sheng und den Monat, in dem jeder selbst abholte.

Ein Mahl der Nördlichen Wei: Nudeln, Spanferkel und Dickmilch
Ein Mahl des Nordens, 6. Jahrhundert, ohne Pfanne: Teig zu Fuß und Zoll geschnitten, Spanferkel am fernen Feuer gedreht, Milch mit Sauerteig angesetzt und zu Butter geschlagen. Das Qimin Yaoshu sagt, wem das gehörte.

Der Goldbarren im Teigtäschchen: Neujahr im Peking der Qing-Zeit
In Peking begann das Jahr mit Teigtäschchen, manchmal mit einem Goldbarren darin; zum Frühlingsanfang biss man in einen Rettich, fünf Nächte brannten Laternen, am sechsten Tag öffneten die Läden.

Zwei Fragen auf einer Schale: ein gewöhnlicher Tag im Shang-China
Auf einer Schale fragt der Wahrsager Wei am selben Tag, ob die Ernte komme und ob sie nicht komme. Orakelknochen sind königliche Aufzeichnungen; gewöhnliche Menschen erscheinen nur als die Vielen.

Doppelneun in der Song-Zeit: benannte Chrysanthemen, Löwentorten und Palastlaternen
Der neunte Tag des neunten Monats brachte fünf benannte Chrysanthemen, Mehl-Löwen auf gedämpften Kuchen, Gastmähler auf Hügeln und im Palast Chrysanthemen-Laternen, die wie zum Neujahr angezündet wurden.
