ALLTAGSLEBEN · VON SHANG BIS QING
Artikel
Kleine Fragen öffnen ein Fenster in die Vergangenheit.

Eine Münze, ein Tuch, ein Geldgefäß: Wie das Qin-Recht einen Markt regelte
Eine einzige Vorschrift des Marktstatuts Guan Shi ist erhalten: Geld musste vor den Augen des Zahlenden in den qianxiang, sonst eine Strafe von einem Panzer. Die Jin Bu ergänzen Tuchmaß, gesetzlichen Kurs und Siegel.

Wie man in Tang-Chang'an wohnte: hundertacht Viertel, Mietshäuser und Herbergen
„Chang'an zu bewohnen ist nicht leicht“ gilt als Klage über die Miete, doch die frühen Fassungen sprechen vom Reis und von „allen Dingen“. Keine einzige Miete aus Chang'an ist überliefert; es bleiben Viertel, Häuser.

Ein Tisch, zwei Stühle: Das Mahl im Jin-Grab von Xiyang
Ein Jin-Grab in Xiyang in Shanxi malt dasselbe Bankett an zwei Wände und stellt einen echten Tisch mit zwei Stühlen vor die Totenbank. Was die Bilder und die Schalen sagen – und was nicht.

Die Rechnung, Punkt für Punkt: Ein Yuan-Kaufmann unterwegs zur Hauptstadt
Ein koreanisches Lehrbuch in 108 Dialogen begleitet einen Kaufmann von Kaesong in die Hauptstadt der Yuan: Rechnung, Pferdehandel, Maklersteuer — Übungssätze, keine Preisstatistik.

Ein Mahl auf die Grabwand gemalt: Tee und Gäste im China der Liao
Ein Wandbild im Liao-Grab zeigt das Teemachen als Folge von Handgriffen: ein Mädchen mahlt Tee, ein Kind bläst das Feuer an, ein Diener greift nach dem Kessel. Niemand trinkt.

Ein dreigeteilter Vertrag: Land und Steuer in den Wu-Schriftstücken
1996 fand man in einem Brunnen in Changsha über 100.000 Wu-Schriftstücke aus Holz; rund 2.200 davon sind Landpachtverträge, dreigeteilt für Amt, Aufsicht und Bauernhaus.

Ein Ziegel am Speichertor: Wie Sui und Tang China Getreide lagerten
Ein Ziegel von 33 cm im Quadrat verzeichnet Reis aus Suzhou, 13 000 shi, die Erhebung unter Kaiserin Wu und den Tag der Einlagerung in eine Grube in Luoyang – dazu acht Unterschriften.

Siebzehn Feste, ein Gericht je Fest: Eine Jahreskarte aus den Fünf Dynastien
In den Fünf Dynastien verkaufte ein Speisehaus vor dem Changhe-Tor der Hauptstadt zu jedem Fest nur ein Gericht: von Neujahrsfleisch bis zur Laba-Schüssel, siebzehn Termine im Jahr.

Der Esel im Brunnen: Tempelillusionen im Luoyang der Nördlichen Wei
Im Luoyang der Nördlichen Wei zeigte ein Künstler in einem Nonnenkloster Illusionen: einen gehäuteten Esel im Brunnen, Datteln und Melonen im Nu. Wie es ging, sagt die Quelle nicht.
