ALLTAGSLEBEN · VON SHANG BIS QING
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Kleine Fragen öffnen ein Fenster in die Vergangenheit.

Der Esel im Brunnen: Tempelillusionen im Luoyang der Nördlichen Wei
Im Luoyang der Nördlichen Wei zeigte ein Künstler in einem Nonnenkloster Illusionen: einen gehäuteten Esel im Brunnen, Datteln und Melonen im Nu. Wie es ging, sagt die Quelle nicht.

Als sich die Tore öffneten: Ein Tag im Peking der Qing
Pekings Tore öffneten nach dem Hofkalender, nicht nach der Uhr: bei Tagesanbruch an Audienztagen, nach Morgenglocke, nach fünfter Wache; nachts musste ein Zeichen aus dem Palast zur Torhälfte passen.

Eine Liste: Was in einem Haus der Song-Zeit stand
Eine Warenliste aus dem dreizehnten Kapitel des Mengliang Lu zählt auf, was in Lin'an zu kaufen war: Tisch, Hocker, Bambusbett, Matten, die Bambusfrau, Waschbecken, Nachttopf, Kupferbecken und Kohlebriketts.

Fragen auf Knochen: Wie die Shang ihre Ahnen speisten
Die Shang glaubten, ihre Toten würden zu Ahnen, die den Lebenden helfen; sie opferten Speise und Wein, befragten Knochen zur Ernte und gaben Gefolgsleute und Opfermenschen mit ins Grab.

Malven, Bohnen und ein Lamm: Was die Menschen in der Frühlings- und Herbstzeit aßen
Die Ode „Siebter Monat“ listet ein Jahr der Nahrung: Malven, Bohnen, Datteln, Reis für Wein, Kürbisse, Bitterkräuter, Hirse als Grundlage, Lamm zum Fest; zwei Mahlzeiten am Tag, keine Speisekarte.

Fleisch ohne Kühlschrank: Reis, Weintrub und Lehm
Ein Schwein im zwölften Monat, drei Wege, es zu halten: in gekochtem Reis, bis es säuert; in gesalzenem Weintrub; in Lehm versiegelt an der Nordwand. Das Qimin Yaoshu nennt alle drei.

Knecht der Milch: Wang Su, der Tee und der Geschmack eines Nordhofs
Ein Überläufer aus dem Süden kommt 494 nach Luoyang, isst weder Hammel noch Milch und trinkt Tee. Jahre später nennt er am Kaiserhof den Tee den Knecht der Milch. Eine Anekdote, ein Spitzname — ein Mann, kein Volk.

Drei Shi, drei Dou, drei Sheng: Ein Verpflegungsregister von der Han-Grenze
Eine 4,66 Gramm leichte Holztafel von einem Han-Grenzposten verzeichnet fünfzehn Männer, ihre Ration von drei Shi drei Dou drei Sheng und den Monat, in dem jeder selbst abholte.

Ein Mahl der Nördlichen Wei: Nudeln, Spanferkel und Dickmilch
Ein Mahl des Nordens, 6. Jahrhundert, ohne Pfanne: Teig zu Fuß und Zoll geschnitten, Spanferkel am fernen Feuer gedreht, Milch mit Sauerteig angesetzt und zu Butter geschlagen. Das Qimin Yaoshu sagt, wem das gehörte.
