Ein Qin-Altar hatte eine Einkaufsliste. Die Abhandlung über die Opfer im Buch der Han gibt eine für die vier Altäre von Yong: „vier Altarfohlen; hölzerne Drachen, ein Gespann; hölzerne Wagen und Pferde, ein Gespann, jedes in der Farbe seines Kaisers; gelbe Kälber und Lämmer je vier; Jade und Seide in festen Zahlen — alles lebendig begraben, ohne Gestelle und Schalen zum Auftragen“ (畤駒四匹……皆生瘞埋,無俎豆之具). Vier echte Pferde, vier hölzerne Drachen, vier hölzerne Wagen: begraben, nicht gegessen. Kein Mahl, das einem Gott aufgetragen wird, sondern eine Zahlung, die in die Erde gelegt wird.
Eins: die Zhi, alle drei Jahre
Diese Altäre heißen Zhi (畤). Die Seite legt die Gründung jedes einzelnen dar: Herzog Xiang „hielt sich für den Herrn des Geistes Shao Hao, errichtete den West-Zhi, opferte dem Weißen Souverän, als Opfer ein falbes Fohlen, ein gelbes Rind und einen Widder“ (自以為主少昊之神,作西畤,祠白帝,其牲用騮駒黃牛羝羊各一); Herzog Wen „errichtete den Fu-Zhi und opferte dort dem Weißen Souverän mit den drei Opfertieren“ (作鄜畤,用三牲郊祭白帝焉); Herzog Xuan „errichtete den Mi-Zhi südlich des Wei, für den Blauen Souverän“ (作密畤於渭南,祭青帝); Herzog Ling „errichtete in Wuyang den Oberen Zhi für den Gelben Kaiser und den Unteren Zhi für den Yan-Kaiser“ (於吳陽作上畤,祭黃帝;作下畤,祭炎帝); Herzog Xian, nachdem es in Liyang Gold geregnet hatte, „errichtete den Wei-Zhi in Liyang und opferte dem Weißen Souverän“ (故作畦畤櫟陽,而祀白帝). Ein Kaiser für einen Altar, ein Altar für einen Ort.
Der Zeitplan steht so, wie er steht: „alle drei Jahre ein Vorstadtopfer“ (三年一郊); und „weil die Qin den zehnten Monat zum Jahresanfang nahmen, stiegen sie im zehnten Monat zur Vorstadtbegegnung hinauf, ließen die Signalfeuer durchgehen, warfen sich neben Xianyang nieder und trugen Weiß“ (秦以十月為歲首,故常以十月上宿郊見,通權火,拜於咸陽之旁,而衣上白,其用如經祠云). Die Opfertiere wechseln mit der Jahreszeit: „im Frühling und Sommer ein rotes Rind, im Herbst und Winter ein braunes“ (春夏用騂,秋冬用騮). Andere Opfer füllen das Jahr: das Frühlingsgebet, wenn das Eis bricht, der Winterdank, das Kosten der Fohlen im fünften Monat (春以為歲祠禱,因泮凍,秋涸凍,冬賽祠,五月嘗駒,及四中之月月祠). Eine Textanmerkung: Die Seite druckt 唯雍四時上帝為尊, wo derselbe Absatz 畤 schreibt, offenkundig ein Druckfehler; so wiedergegeben und vermerkt.
Zwei: das Wort jiao
Das Wort jiao wird nur einmal erklärt, von den Beamten gegenüber Kaiser Wen: „in der Antike opferte der Sohn des Himmels im Sommer in Person, verehrte den Höchsten Souverän in den Vorstädten; daher jiao“ (古者天子夏親郊,祀上帝於郊,故曰郊). Dann ein Beispiel: „im vierten Monat des Sommers opferte Kaiser Wen zum ersten Mal in den Vorstädten den fünf Altären von Yong, und seine Gewänder waren ganz rot“ (於是夏四月,文帝始郊見雍五畤祠,衣皆上赤). Er errichtete auch einen Tempel der Fünf Kaiser am Wei: „ein Dach, je eine Halle für einen Kaiser, an jeder Seite fünf Tore, jedes in der Farbe seines Kaisers“ (同宇,帝一殿,面各五門,各如其帝色). Und „er warf sich in Person an der Mündung von Ba und Wei nieder … die Signalfeuer wurden entzündet und man opferte: es war, als ob ein Leuchten sich an den Himmel schlösse“ (親拜霸渭之會……若光煇然屬天焉). Die Han fügten einen fünften Gott hinzu — einen Tempel für den Schwarzen Souverän, Nord-Zhi genannt —, aber „die Beamten brachten das Opfer dar, der Kaiser ging nicht selbst hin“ (有司進祠,上不親往).
Drei: Ganquan und Fenyin
Kaiser Wu wechselte die Orte. Miao Ji aus Bo sagte ihm: „unter den Göttern des Himmels ist der vornehmste Taiyi, und Taiyis Beistand sind die Fünf Kaiser. In der Antike opferte der Sohn des Himmels im Frühling und Herbst dem Taiyi in den südöstlichen Vorstädten, mit dem großen Opfer, sieben Tage, und man öffnete dem Altar acht Wege für die Geister“ (天神貴者太一,太一佐曰五帝。古者天子以春秋祭太一東南郊,用太牢,七日,為壇開八通之鬼道). Zuerst wurde ein Tempel in den südöstlichen Vorstädten Chang'ans errichtet, dann ein Altar in Ganquan: „der Altar hat drei Gai; die Altäre der fünf Kaiser umstehen ihn darunter, jeder nach seiner Richtung, der Gelbe Kaiser im Südwesten, und man öffnet die acht Wege“ (壇三垓。五帝壇環居其下,各如其方,黃帝西南,除八通鬼道). Zwei Wörter sind zu trennen: der Tai-Zhi (泰畤) ist der Altar, Taiyi (泰一) der Gott — das Shiji schreibt 太一. Die Opfergaben: „was gebraucht wird, ist wie ein Altar von Yong, dazu süßer Wein, Datteln und Trockenfleisch; ein Li-Rind wird getötet, um die Schalen zu füllen … das Rind ist weiß, ein Hirsch ist hineingelegt, ein Schwein in den Hirsch, und man begießt es mit Wasser. Der Sonne opfert man ein Rind, dem Mond ein Schaf und ein Schwein“ (其所用如雍一畤物……祭日以牛,祭月以羊彘特). Das „Li-Rind“ (貍牛) der Seite wird anderswo 氂牛 geschrieben; so wiedergegeben, vermerkt, nicht verbessert.
Der erste kaiserliche Auszug ist datiert: „am Winteranfang, dem ersten Tag des elften Monats, in der Morgendämmerung, opferte der Sohn des Himmels zum ersten Mal in den Vorstädten dem Taiyi; morgens wandte er sich zur Sonne, abends zum Mond und verneigte sich“ (十一月辛巳朔旦冬至,昧爽,天子始郊拜太一。朝朝日,夕夕月,則揖). Dann das Bild: „das Opfer hatte Feuer über den ganzen Altar verteilt, daneben die Kochgeräte“ (其祠列火滿壇,壇旁亨炊具). Für die Erde ging er nach Fenyin, wegen eines Satzes: „jetzt opfert Eure Majestät dem Höchsten Souverän in Person, aber es gibt kein Opfer für Houtu, so ist der Ritus nicht beantwortet“ (今上帝朕親郊,而后土無祀,則禮不答也). Fünf Altäre auf einem runden Hügel im Sumpf, je ein gelbes Kalb, alles nach dem Opfer vergraben, die Teilnehmer in Gelb; ein Mann aus Fenyin „sah neben dem Fen ein Licht wie rote Seide“ (見汾旁有光如絳). Das Vorstadtopfer hatte keine Musik: der Kaiser fragte „ein Vorstadtopfer ohne Musik, ist das angemessen?“ (今郊祀而無樂,豈稱乎), und von da an „begann man Musik und Tänze zu verwenden“ (始用樂舞).
Vier: fünf Umzüge in dreißig Jahren
Unter Kaiser Cheng kamen die Altäre zurück. Kanzler Heng und Zensor Tan trugen vor: „von den Geschäften der Könige ist keines größer als die Ordnung des Himmels zu empfangen, und sie zu empfangen, ist nichts schwerer als das Vorstadtopfer“ (帝王之事莫大乎承天之序,承天之序莫重於郊祀); und zur Richtung: „dem Himmel in den südlichen Vorstädten opfern, das ist die Pflicht des Yang; der Erde in den nördlichen Vorstädten eingraben, das ist das Bild des Yin“ (祭天於南郊,就陽之義也;瘞地於北郊,即陰之象也). Die alten Stätten, so sagten sie, liegen verkehrt: „die Begegnung mit dem erhabenen Himmel ist dort im Norden, dem dunklen Yin, und das Opfer für Houtu im Osten, dem jungen Yang“ (郊見皇天反北之泰陰,祠后土反東之少陽,事與古制殊). Sie rechneten auch die Straße: nach Yunyang „durch Täler und Schluchten, eng, und an die hundert Li“ (行谿谷中,阨陝且百里); nach Fenyin muß man „den großen Strom überqueren, mit Wind, Wellen und der Gefahr der Boote“ (渡大川,有風波舟楫之危). Und „die Kreise und Bezirke unterhalten die Straßen und stellen die Vorbereitungen; Beamte und Volk sind bedrückt, die hundert Ämter in Unkosten“ (郡縣治道共張,吏民困苦,百官煩費). Die Schlußfolgerung: „die Opfer des Tai-Zhi von Ganquan und der Houtu in Hedong könnten nach Chang'an verlegt werden“ (甘泉泰畤、河東后土之祠宜可徙置長安) — „der Antrag wurde gebilligt“ (奏可).
Man zieht um und zieht zurück. Im ersten Jahr jianshi die beiden Vorstädte Chang'ans; „im dritten Monat des ersten Jahres yongshi, weil es noch keinen kaiserlichen Enkel gab, wurden Ganquan und Hedong wiederhergestellt“ (永始元年三月,以未有皇孫,復甘泉、河東祠); „im zweiten Jahr suihe, weil am Ende kein Segen kam, die Vorstädte Chang'ans“ (綏和二年,以卒不獲祐,復長安南北郊); dann wieder Ganquan und Fenyin wegen der Krankheit eines Kaisers, „und wieder kam kein Segen“ (竟復無福). Es gab auch den Präzedenzfall Kaiser Yuans: „der alten Ordnung folgend, alle zwei Jahre im ersten Monat ein Besuch in Ganquan zum Vorstadtopfer am Tai-Zhi, dann ostwärts nach Hedong für Houtu, westwärts nach Yong für die fünf Altäre“ — fünf Dienste insgesamt (遵舊儀,間歲正月……凡五奉泰畤、后土之祠). Die Zusammenfassung der Abhandlung ist eine Zeile: „in etwa dreißig Jahren wanderten die Heiligtümer von Himmel und Erde fünfmal“ (三十餘年間,天地之祠五徙焉).
Fünf: Wang Mang legt die Sonnenwenden fest
Unter Kaiser Ping ließ Wang Mang die beiden Vorstädte wiederherstellen und setzte die Daten fest: „am Tag der Wintersonnenwende sollen Beamte das Opfer in den südlichen Vorstädten darbringen, mit Kaiser Gao als Beigeselltem, hinblickend auf die Heerscharen des Yang; am Tag der Sommersonnenwende in den nördlichen Vorstädten, mit Kaiserin Gao, auf die Heerscharen des Yin“ (以日冬至使有司奉祠南郊,高帝配而望群陽;日夏至使有司奉祭北郊,高后配而望群陰). Der entscheidende Satz folgt: „zu dieser Zeit sieht die Kaiserin die Gegenden nicht, darum geht der Sohn des Himmels nicht selbst, sondern sendet Beamte“ (當此之時,后不省方,故天子不親而遣有司). Die Opfertiere sind gezählt: „ein Tier für Himmel und Erde“ (天地用牲一), „eines für Kaiser Gao und Kaiserin Gao“ (高帝、高后用牲一); „dem Himmel die linke Hälfte des Tieres, der Erde die rechte“ (天用牲左;地用牲右); und „am Morgen, nach Osten gewandt, zwei Verneigungen zur Sonne; am Abend, nach Westen gewandt, zwei Verneigungen zum Mond“ (其旦,東鄉再拜朝日;其夕,西鄉再拜夕月). Schließlich „das Opfertier für Himmel und Erde hat Hörner wie Kokon und Kastanie“ (天地牲,角繭栗) — allgemein für ein junges Tier gehalten, doch die Seite erklärt es nicht.
Wang Mang teilte die Götter auch in fünf Gruppen und fünf Richtungen: in der Mitte der Tai der gelben Erdgottheit mit dem Sonnentempel und dem Nordstern, im Bezirk wei der Stadt Chang'an; im Osten der Tai des Qingmang in den östlichen Vorstädten; im Süden der des Zhurong in den südlichen; im Westen der des Rushou in den westlichen; im Norden der des Xuanming in den nördlichen — wonach „die Tempel und Altäre rings um Chang'an sehr zahlreich waren“ (長安旁諸廟兆畤甚盛矣). Seine letzten Jahre geben der Abhandlung ihren Schluß: „eintausendsiebenhundert Heiligtümer, mit mehr als dreitausend Arten von Opfertieren, Vögeln und Tieren; später konnte man sie nicht mehr beschaffen, und man nahm Hühner für Enten und Gänse, Hunde für Hirsche und Elche“ (自天地六宗以下至諸小鬼神,凡千七百所……乃以雞當鶩鴈,犬當麋鹿).
Was die Seiten nicht geben: kein Maß eines Altars über die Worte „drei Gai“ hinaus, keine Zahl der Teilnehmer, keine Kosten, keine Titel der Musik — und keine Erklärung, was ein Gai ist (allgemein für eine Stufe gehalten). Dieser Artikel schätzt keine Flächen und rechnet keine Opfertiere in moderne Gewichte oder Preise um. Eine Linie ist scharf zu ziehen: das Vorstadtopfer ist ein terminiertes Opfer am Rand einer Hauptstadt, während dieselbe Han-Abhandlung einen langen Abschnitt über die Opfer auf dem Tai-Berg enthält, ein anderes, einmaliges Thema, das hier nicht zitiert wird. Darum hält sich dieser Artikel an Ort, Datum und Gaben und argumentiert nicht, der Ritus habe das Mandat des Himmels erwiesen; keine der beiden Seiten sagt das.
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Quellen und weitere Lektüre
- 《汉书》卷二十五〈郊祀志〉上、下(维基文库本,未与点校本复核) — The Han treatise, one page carrying both halves, from Qin to Wang Mang. It supplies the Qin altars and their victim list ('altar colts four; wooden dragons, one team of four; wooden carriages and horses, one team of four, each in the colour of its emperor… all buried alive; no stands or dishes' 畤駒四匹,木寓龍一駟……皆生瘞埋,無俎豆之具), the schedule ('once in three years a suburban sacrifice' 三年一郊; 'Qin took the tenth month as the head of the year… wore white' 秦以十月為歲首……而衣上白), Chancellor Heng's memorial under Emperor Cheng (祭天於南郊,就陽之義也;瘞地於北郊,即陰之象也), 'in some thirty years the shrines of heaven and earth moved five times' (三十餘年間,天地之祠五徙焉), Wang Mang's solstice arrangement with 'the Son of Heaven does not go in person but sends officials' (故天子不親而遣有司), and the closing figures of 1,700 shrines and chickens substituted for ducks. Page faults to note: the Qin passage prints 唯雍四時上帝為尊 where the same paragraph elsewhere writes 畤, evidently a slip for 畤; the sentence 文公薨黃蛇自天下屬地 does not parse and is not used here; the page writes 地 as 墬 throughout the Wang Mang section. No commentary is on the page.
- 《史记》卷二十八〈封禅书〉(维基文库本,未与点校本复核) — Used only for its Han section, and only for the suburban altars. It supplies the one gloss of the word jiao ('in antiquity the Son of Heaven sacrificed in person in summer, worshipping Shangdi in the suburbs, hence jiao' 古者天子夏親郊,祀上帝於郊,故曰郊), Emperor Wen's first suburban sacrifice in the fourth month dressed in red, Emperor Wu's Taiyi altar at Ganquan (壇三垓;五帝壇環居其下……其牛色白,鹿居其中,彘在鹿中;列火滿壇) and his Houtu altars at Fenyin. Two page faults: 天字始郊拜太一 stands for 天子始郊拜太一, and the ox is written 貍牛 where other texts read 氂牛; both are quoted as printed and flagged. The chapter also contains a long section on Mount Tai which this piece does not use. The 太史公曰 and 索隱述贊 at the end are comment, not record, and are not quoted.




