Huangchang ticou (黃腸題湊) ist der Name einer Sargkammer der Han und kein Ausdruck, der sich von selbst erklärt. Zwei Seiten liefern je ein Ende: Die Lebensbeschreibung des Huo Guang im Buch der Han gibt eine Schenkung zum Begräbnis, und vier Kommentatoren erklären 梓宮、便房、黃膓題湊; die Diskurse über Salz und Eisen geben einen Satz der Klage, 今富者繡墻題湊, die Reichen gebrauchen heute bestickte Wände und ticou. Dieser Artikel folgt den beiden Seiten: der Schenkung, den vier Zeichen, die die Kommentatoren auseinandernehmen, und dem, was die Seiten darüber sagen oder nicht sagen, wer es gebrauchen durfte. Zwei Seiten, ein Gegenstand aus Holz, vier Zeichen.
Eine Schenkung zum Begräbnis
Beim Tod des Huo Guang heißt es 上及皇太后親臨光喪: Der Kaiser und die Kaiserinmutter kamen selbst zur Trauerfeier. Die Schenkung wird Posten für Posten aufgezählt: 賜金錢、繒絮,繡被百領。衣五十篋,璧珠璣玉衣,梓宮、便房、黃膓題湊各一具,樅木外臧椁十五具。東園溫明,皆如乘輿制度 — Geld und Seide, hundert bestickte Decken, fünfzig Kisten Kleidung, eine Jadegrabrüstung aus Scheiben und Perlen, je eines von Zi-Sarg, Seitenkammer und Huangchang Ticou, fünfzehn äußere Särge aus Cong-Holz, der Dongyuan-Wärmespiegel, 皆如乘輿制度, alles nach kaiserlichem Maßstab.
Der letzte Satz ist wichtig. Huo Guang war ein Untertan, und was er erhielt, war der kaiserliche Maßstab — nicht etwas, das er sich nahm, sondern etwas, das 賜, geschenkt wurde. Kein Posten der Liste sagt, dieses Begräbnis sei dem Sohn des Himmels vorbehalten; das Wort „geschenkt“ verwandelt die Frage, wer es gebrauchen durfte, in die Frage, wem es geschenkt wurde. Eine Rangliste wird hier nicht ergänzt, weil die beiden Seiten keine haben.
Vier Zeichen, vier Kommentatoren
Die vier Zeichen werden auf der Seite glossiert. Su Lin: 以柏木黃心致累棺外,故曰黃腸。木頭皆內向,故曰題湊 — Zypressenholz mit gelbem Kern, Schicht um Schicht außerhalb des Sarges aufgeschichtet, daher 黃腸, gelber Kern; die Enden der Balken alle nach innen gewandt, daher 題湊, die gesammelten Enden. Gelbkernige Zypresse und nach innen gekehrte Enden sind das Gerüst des Ausdrucks. Das ist die Erklärung eines Kommentators, nicht der Text; zitiert wird sie als Su Lins Anmerkung.
Ru Chun zitiert den Rituskodex der Han (《漢儀注》) für die Maße und die Schichten: 天子陵中明中高丈二尺四寸,周二丈,內梓宮,次楩槨,柏黃腸題湊 — im kaiserlichen Grab ist die Mingzhong-Kammer ein zhang zwei chi vier cun hoch (丈、尺、寸 — alte Längenmaße) und zwei zhang im Umfang; innen steht der Zi-Sarg, dann ein Pi-Sarg, dann das Zypressen-Huangchang-Ticou. Das ist ein Kodex, den ein Kommentator zitiert, nicht der Text aus dem Buch der Han; die Maße stehen so, wie sie stehen, nicht umgerechnet.
Die übrigen Namen sind umstritten, und die Seite hält die Streitigkeiten fest. 便房: Fu Qian erklärt es als einen Sitz im Inneren der Beigaben, Yan Shigu als eine kleine innere Kammer; er weist außerdem Ru Chuns Lesart zurück, 楩 sei der Name eines Holzes. 梓宮: Fu Qian sagt nur „Sarg“; Yan Shigu ergänzt, er sei aus Zi-Holz gemacht, der Sarg am Leib, und heiße Palast, weil er für den Sohn des Himmels gemacht ist. 樅木外臧椁: Fu Qian setzt ihn außerhalb der Hauptbeigaben, für Nebenfrauen oder Küchen und Ställe; Su Lin sagt, cong sei ein Baum mit Zypressenblättern und Kiefernstamm; Yan Shigu zitiert Erya und Mao Shi und berichtigt ihn — cong habe Kiefernblätter und Zypressenstamm, und die Gui sei es, die Zypressenblätter trage. 東園溫明: Fu Qian beschreibt es als viereckigen lackierten Eimer, auf einer Seite offen, lackbemalt, mit einem Spiegel darin, über der Leiche aufgehängt; Yan Shigu erklärt Dongyuan als das Amt unter dem kaiserlichen Schatzamt, das dieses Gerät herstellte. Vier Kommentatoren, nicht eine Anmerkung, und sie berichtigen einander.
Wer es gebrauchen durfte: zwei Stränge
Der Strang im Buch der Han ist die Schenkung. Huo Guang, ein Untertan, erhielt den kaiserlichen Maßstab; das Begräbnis wurde von Beamten des Ranges von zweitausend shi (中二千石) geführt, das Geleit bildeten Materialoffiziere, leichte Wagen und die fünf Korps des Nordheeres, in Reih und Glied bis Maoling aufgestellt; ein Grabheiligtum wurde errichtet und dreihundert Haushalte für die Grabstadt abgestellt. Dann folgt die Lebensbeschreibung der Familie: Nachdem Huo Yu die Nachfolge angetreten hatte, hat Huo Xian 改光時所自造塋制而侈大之, die Grabwerke, die Huo Guang sich selbst hatte bauen lassen, umgebaut und erweitert, drei Bergtore aufgeführt, einen Geisterweg angelegt, die Opferkammer reich ausgeschmückt und Wandelgänge bis zu einer langen Gasse geführt — dasselbe Familiengrab, erst über seinen Stand hinaus geschenkt und dann von der Familie selbst vergrößert. Die Lebensbeschreibung hält das fest, ohne ein Urteil zu fällen.
Der Strang der Diskurse ist der Reichtum. 古者,瓦棺容屍,木板堲周,足以收形骸,藏發齒而已。及其後,桐棺不衣,采槨不斲。今富者繡墻題湊。中者梓棺楩槨,貧者畫荒衣袍,繒囊緹橐 — in alter Zeit nahm ein Tonsarg den Leichnam auf, und ein Brettergerüst genügte, um die Gestalt zu bergen und Haare und Zähne zu verwahren; später ein schmuckloser Paulowniensarg und ein ungehobelter Außensarg; heute gebrauchen die Reichen bestickte Wände und ticou, die Mittleren einen Zi-Sarg und einen Pi-Außensarg, die Armen bemalte Totenkleider und schlichte Gewänder. Hier ist ticou der Aufwand der Reichen, nicht eine kaiserliche Einrichtung.
Die Lücke zwischen den Seiten
Zusammengenommen ergeben die beiden Seiten immer noch nicht „nur der Sohn des Himmels durfte Huangchang Ticou gebrauchen“. Die eine sagt, einem Untertanen sei der kaiserliche Maßstab geschenkt worden; die andere sagt, die Reichen hätten bestickte Wände und ticou gebraucht. Das erste ist eine Schenkung, das zweite eine Anmaßung, und keine der beiden Seiten enthält ein Verbot oder eine Rangliste. Dieser Artikel bleibt bei diesem Befund: Wer es gebrauchen durfte, hat auf diesen Seiten keine Antwort, nur das Wort „geschenkt“ und die Worte „die Reichen“.
Es kommt auch darauf an, wessen Satz wessen ist: Die Anmerkungen von Su Lin, Fu Qian, Ru Chun und Yan Shigu sind Worte von Kommentatoren; der Rituskodex der Han ist ein Kodex, den sie zitieren; der Satz über die Reichen ist eine Erörterung. Keine der beiden Seiten hat einen Gegenstand vor sich, und keine nennt die Zahl der Balken, ihre Maße, die Zahl der Schichten oder den Rauminhalt der Kammer. Die ausgegrabenen Beispiele stehen nicht auf diesen Seiten und werden hier nicht herangezogen.
Was die Seiten nicht geben
Keine der beiden Seiten gibt an, wie viele Balken das Ticou verwendete, wie lang oder dick jeder war, wie sie angeordnet waren, wie viele Schichten es gab oder wie groß die Kammer war; keine gibt die Namen der Bestatteten oder den Wortlaut eines Verbots. Das 膓 der Seite steht so, wie es steht, nicht zu 腸 normalisiert, und die Maße der Kommentatoren — ein zhang zwei chi vier cun Höhe, zwei zhang Umfang, Jadeplättchen einen chi lang und zweieinhalb cun breit — stehen so, wie sie stehen, nicht umgerechnet.
Andere Themen bleiben draußen: die Gerätelisten der Shang-Gräber, Cao Pis Plädoyer für ein schlichtes Begräbnis, der Umfang des Qin-Mausoleums und die Bestattungsriten der Ritenbücher gehören je zu anderen Artikeln. Hier geht es um die Namen, die Anmerkungen und den einen Satz über die Reichen. Eine allgemeine Theorie des aufwendigen Begräbnisses der Han wird nicht geboten — die Seiten geben eine Schenkung, vier Zeichen mit vier Kommentatoren und einen Satz der Klage von einem Autor, dem der Aufwand zuwider war.
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Quellen und weitere Lektüre
- 《汉书》卷六十八·霍光传(东汉班固撰,附服虔、苏林、如淳、颜师古等注;维基文库本,页面正文与注混排,未与中华书局点校本复核) — The grant at Huo Guang's death: 赐金钱、缯絮,绣被百领。衣五十箧,璧珠玑玉衣,梓宫、便房、黄膓题凑各一具,枞木外臧椁十五具。东园温明,皆如乘舆制度. The page carries the commentaries separately: Fu Qian on 便房 as a seat within the deposit; Su Lin on 黄肠 (cypress with yellow heart, piled outside the coffin) and 题凑 (the log ends turned inward); Ru Chun quoting the Han仪注 on the imperial chamber, 'a height of one zhang two chi four cun and a circumference of two zhang', with the zi coffin inside, then a pi coffin, then the cypress huangchang ticou; Yan Shigu correcting 便房 as a small inner room and rejecting Ru's reading of 楩 as a wood name, and elsewhere correcting Su Lin's description of the cong tree. The life also says the family later enlarged the tomb works Huo Guang had built for himself.
- 《盐铁论》卷六·散不足第二十九(西汉桓宽撰;维基文库本,页面白文无注,未与中华书局点校本复核) — The passage on burials: in antiquity a tile coffin held the body and a plank frame was enough to gather the bones; later a plain paulownia coffin and an unplaned outer coffin; 今富者繡墻題湊。中者梓棺楩槨,貧者畫荒衣袍,繒囊緹橐 — today the rich use embroidered walls and 题凑, the middling a zi coffin and a pi outer coffin, the poor painted shrouds and plain robes. The chapter's argument is that the living are loved less and the dead honoured more expensively, and that lavish burial is praised as filial.




