Im einundzwanzigsten Jahr König Jings erging der Befehl: 景王二十一年,將鑄大錢 — großes Geld sollte gegossen werden. Die Seite gibt das Jahr und die Tat und nichts über die Münze selbst: kein Gewicht, keine Aufschrift, keine Zahl der Stücke. Dieser Artikel stützt sich auf eine einzige Quelle, den dritten Juan des Guoyu, und sagt es deutlich — eine Seite, nicht zwei Bücher gegeneinander. Das Kapitel des Hanshu über Nahrung und Geld wiederholt diese Stelle, was sie zu einer Abschrift macht, nicht zu einem zweiten Zeugen. Auf derselben Seite läuft die Sache in drei verbundenen Abschnitten: Geld, Glocke, Tonhöhe.
Eins: nur wenn das Unheil kommt
Shan Mu-gong sagte nein. 古者,天災降戾,於是乎量資幣,權輕重,以振救民 — in der Antike sandte der Himmel das Unheil, und dann maß man Geld und Vorräte, wog Leicht und Schwer und half dem Volk. Die Anmerkung beginnt mit dem Wort: 錢者,金幣之名,所以貿買物、通財用者也,古曰泉,後轉曰錢 — Metallgeld, für Handel und um Reichtum zu bewegen, früher quan und später qian genannt. Die Regel: 民患輕,則為作重幣以行之,於是乎有母權子而行,民皆得焉 — ist das Geld dem Volk zu leicht, mache man schweres Geld und lasse es laufen, und die Mutter wiegt gegen das Kind; 重曰母,輕曰子. Ihre Grenze ist wichtiger: 若不堪重,則多作輕而行之,亦不廢重,於是乎有子權母而行,小大利之 — man mache mehr leichtes Geld, wenn das schwere nicht zu tragen ist, aber schaffe das schwere nicht ab, und beide Größen gewinnen.
Der Plan des Königs läuft andersherum: 今王廢輕而作重,民失其資,能無匱乎; 若匱,王用將有所乏; 乏則將厚取於民; 民不給,將有遠志,是離民也 — das leichte abschaffen, und das Volk verliert sein Kapital, der Schatz versiegt, die Abgabe wird schwer, und wer nicht zahlen kann, beginnt sich anderswo umzusehen; das heißt es verlieren. Der Zeitpunkt gehört dazu: 可先而不備,謂之怠; 可後而先之,謂之召災. Und 周固羸國也, Zhou ist ein schwacher Staat; 而又離民以佐災,無乃不可乎 — auch noch das Volk verlieren und so dem Unheil helfen, wäre das nicht falsch?
Er stellt das Land gegen den Schatz: 若夫山林匱竭,林麓散亡,藪澤肆既, 民力彫盡,田疇荒蕪,資用乏匱, dann 君子將險哀之不暇,而何易樂之有焉 — sind die Hügel leer und die Felder wüst, hat ein Edler Muße nur für den Kummer. Das Bild, das geblieben ist: 且絕民用以實王府,猶塞川原而為潢汙也,其竭也無日矣 — dem Volk den Gebrauch abschneiden, um den Schatz zu füllen, heißt die Quelle eines Flusses zu einer Pfütze stauen; sie trocknet in wenigen Tagen. 王弗聽,卒鑄大錢.
Zwei: schweres Geld, dann eine Glocke
Zwei Jahre später: 二十三年,王將鑄無射,而為之大林 — Wu Yi gießen und Da Lin dafür machen. 無射 ist eine Glocke und auch eine Tonhöhe; 大林,無射之覆也, die Anmerkung nennt es den Deckel der Glocke, gewöhnlich als Hülle verstanden, ihre Form nicht beschrieben. Die zweite Mahnung beginnt mit dem Rückgriff auf die erste: 作重幣以絕民資,又鑄大鍾以鮮其繼 — schweres Geld, um das Kapital des Volkes abzuschneiden, und eine große Glocke, um zu verdünnen, was folgt; 若積聚既喪,又鮮其繼,生何以殖.
Alle seine Argumente über Glocken sind Argumente über das Maß. 且夫鍾不過以動聲 — eine Glocke setzt nur den Klang in Bewegung; 耳所不及,非鍾聲也. 夫目之察度也,不過步武尺寸之閒; 其察清濁也,不過一人之所勝 — das Auge einige Schritte, das Ohr nicht mehr, als ein Mann heben kann. Daher 先王之制鍾也,大不出鈞,重不過石, und von der Glocke kamen 律度量衡於是乎生. Die Anmerkung gibt 百二十斤為石 für den shi und nennt den jun ein Gerät zum Stimmen, 鈞,所以鈞音之法也; keine Zahl wird hier umgerechnet. Über die gegenwärtige Glocke: 聽之弗及,比之不度; 鍾聲不可以知和,制度不可以出節; 無益於樂,而鮮民財,將焉用之.
Dann der Leib: 夫耳目,心之樞機也,故必聽和而視正; 聽和則聰,視正則明. Das Übel ist 若聽樂而震,觀美而眩,患莫甚焉. Und der Satz, der das Paar benennt: 三年之中,而有離民之器二焉 — in drei Jahren zwei Geräte, die das Volk verlieren; 二,謂作大錢、鑄大鍾也, sagt die Anmerkung: das große Geld und die große Glocke. Die drei Jahre gelten gewöhnlich vom einundzwanzigsten bis zum dreiundzwanzigsten.
Drei: die Regierung nimmt ihr Bild von der Musik
Der König hörte nicht; er 問之伶州鳩, fragte Lingzhou Jiu — 伶 der Musikbeamte, 州鳩 der Name — und der Musiker tritt zuerst zurück: 臣之守官弗及也. Dann bekommt jeder Stoff sein Amt: 琴瑟尚宮,鍾尚羽,石尚角,匏竹利制; 金石以動之,絲竹以行之,詩以道之,歌以詠之,匏以宣之,瓦以贊之,革木以節之. Und 故樂器重者從細,輕者從大.
Sein Thema ist nicht die Glocke. 夫政象樂,樂從和,和從平; 聲應相保曰和,細大不踰曰平. Die Glocke versagt auf drei Weisen: 今細過其主妨於正, 用物過度妨於財, 正害財匱妨於樂; und auf zwei Weisen im Hören: 細抑大陵,不容於耳,非和也; 聽聲越遠,非平也. Dann der Satz, der Klang und Geld verbindet: 夫有和平之聲,則有蕃殖之財 — wo der Klang harmonisch und gleich ist, mehrt sich der Reichtum. Er endet: 若夫匱財用,罷民力,以逞淫心 und 無益於敎,而離民怒神,非臣之所聞也.
Vier: die Glocke ist wohl gestimmt
Er goss sie: 王不聽,卒鑄大鍾. 二十四年,鍾成,伶人告和. 王謂伶州鳩曰:「鍾果和矣」 — die Glocke stimmt also doch. 對曰:「未可知也」. 王曰:「何故?」. Weil 上作器,民備樂之,則為和; 今財亡民罷,莫不怨恨,臣不知其和也 — wenn das Volk damit versehen ist und Freude daran hat, ist das Einklang; jetzt ist der Reichtum fort, das Volk erschöpft, und niemand nimmt es an.
Dann ein Sprichwort und die zweite Rechnung: 故諺曰:「眾心成城」,「眾口鑠金」 — viele Herzen bauen eine Mauer, viele Münder schmelzen Metall. 三年之中,而害金再興焉,懼一之廢也; 害金,害民之金,謂錢、鍾也 — die Anmerkung: das Metall, das dem Volk schadet, Geld und Glocke. Shan Mu-gong zählte zwei Geräte, Lingzhou Jiu zählt das schädliche Metall zweimal erhoben: eine Rechnung, zwei Männer. 王曰:「爾老耄矣!何知」 — du bist alt und verwirrt, was weißt du. 二十五年,王崩,鍾不和; 明樂人之諛也, fügt die Anmerkung hinzu, um die Schmeichelei der Musiker zu entlarven. Die beiden Tatsachen stehen nebeneinander, und keine Ursache wird hier behauptet.
Fünf: die Tonhöhe, die das Maß setzt
Erst am Ende wendet sich die Seite der Theorie zu. 王將鑄無射,問律於伶州鳩 — dieselbe Frage noch einmal am Kopf eines neuen Abschnitts, gewöhnlich als eine einzige, zweimal notierte Gelegenheit verstanden, nicht als zweite Frage. 律所以立均出度也; 紀之以三,平之以六,成於十二,天之道也. Die sechs Tonhöhen werden genannt, 黃鍾 zuerst, jede mit einem Satz — 所以宣養六氣、九德也 bis 無射, 所以宣布哲人之令德,示民軌儀也. Nach den sieben Tonhöhen gefragt, geht er auf König Wus Krieg zurück: 凡人神以數合之,以聲昭之,數合聲和,然後可同也; und schließt mit vier Stücken, 羽, 厲, 宣 und 嬴亂, 所以優柔容民也 — um das Volk zu mildern und zu halten. Was die Seite nicht entscheidet, ist das Geld selbst: sein Gewicht und seine Aufschrift — Wei Zhaos Anmerkung weist die Vermutungen zurück, und beides steht hier nicht. Das einundzwanzigste Jahr des Herzogs Zhao im Zuo zhuan hat die Glocke auch, aber ohne Shan Mu-gong und mit 泠 für 伶, einer Variante, wird also nicht genommen; Liu Zongyuans Fei Guoyu hat ein Kapitel gegen diese Mahnung, das eine spätere Lesart ist, kein Zeugnis. Die Zahlen werden abgeschrieben, und keine Zahl wird in modernes Geld umgesetzt.
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Quellen und weitere Lektüre
- 《国语》卷三·周语下(单穆公谏景王铸大钱、单穆公谏景王铸大钟、景王问钟律于伶州鸠三节;旧题左丘明撰,三国吴韦昭注,注中另夹清人校语;维基文库本,白文加注,页头未标 textquality,未与中华书局点校本复核) — The only source; this article says so and does not set two books against each other. The Hanshu's chapter on food and money repeats this passage and is therefore a copy, not an independent witness. Three linked sections on one page: in the twenty-first year of King Jing a great coin was proposed, and Shan Mu-gong argued that coin is altered only when heaven sends disaster — measure resources and coin, weigh light and heavy, succour the people; if coin is too light, make heavy coin and let the mother weigh against the child; if the heavy cannot be borne, make more light coin but do not abolish the heavy, and let the child weigh against the mother. Abolish the light, he says, and the people lose their capital, the treasury fails, the taking grows heavy, and the people look elsewhere: that is losing them. 'To cut off the people's use to fill the treasury is to dam a river's source into a puddle: its drying is a matter of days.' The king did not listen and cast it. Two years later the great bell: the second remonstrance opens by pointing back at the first, and argues that a bell is limited — the ear takes only what one man can lift, the former kings made bells no greater than a jun and no heavier than a shi, and from the bell came the standards. Then: in three years, two instruments that lose the people (the note: the great coin and the great bell). The king asks Lingzhou Jiu; the musician first declines, then argues that government images music, and that where sound is harmonious and even, wealth multiplies. The bell is finished, the musicians call it in tune, Lingzhou Jiu says it cannot be known, counts harmful metal raised twice (note: coin and bell), and is told he is old and ignorant. In the twenty-fifth year the king dies and the bell is out of tune. The page then records the same exchange again at the head of the next section and goes into pitch. Note layer: Wei Zhao's commentary, with Qing philological notes (《攷異》《發正》 and others) embedded in it; the commentary is cited here as commentary and the Qing notes are not quoted. Page carries the text with notes, no textquality mark.




