Ein Memorial, eine Liste, eine Summe. Am Ende des Verzeichnisses: „im ganzen 829 Personen, davon 388 nicht zu entlassen und der Großen Musik zuzuweisen, und 441, die den Klassikern nicht entsprechen oder Musik von Zheng und Wei sind, alle zu entlassen“ (大凡八百二十九人,其三百八十八人不可罷……皆可罷). Um diesen Satz ist dieser Beitrag gebaut. Und zuerst die wichtigste Vorsicht: 829 ist eine Zahl, die entstand, indem die Kategorien von Musikern eines Amtes einzeln durchgegangen und addiert wurden — eine Zählung des Stellenplans, nicht die Zahl der damals im Reich lebenden Musiker und keine Zählung der tatsächlich im Dienst Befindlichen.
Das Amt ist älter als die Erweiterung
Zuerst das Amt, dann die Erweiterung. „Zur Zeit des Gründers machte Shusun Tong die Ahnentempelmusik aus den Musikern der Qin“ (叔孫通因秦樂人制宗廟樂); „es gab auch die Kammertempelmusik, von der Gründerfrau Tangshan verfasst“ (房中祠樂,高祖唐山夫人所作也); und „im zweiten Jahr Kaiser Huis ließ man durch den Musikdirektor Xiahou Kuan seine Flöten und Pfeifen bereitstellen und benannte es in Anshi-Musik um“ (孝惠二年,使樂府令夏侯寬備其簫管,更名曰安世樂). Ein Musikdirektor steht also schon in der frühen Han-Zeit. Die Seite sagt nicht, in welchem Jahr das Amt gegründet wurde, und dieser Beitrag benutzt nicht die spätere gängige Behauptung, Kaiser Wu habe es eingerichtet.
In den späteren Regierungen war es groß, und der Ton der Abhandlung ist nicht schmeichelhaft. „Innen waren die begabten Frauen der Seitenhöfe, außen das Musikamt am Shanglin, und beide verbreiteten die Musik von Zheng am Hof“ (內有掖庭材人,外有上林樂府,皆以鄭聲施于朝廷). „Damals war die Zheng-Musik besonders stark; die berühmten Sänger des Gelben Tors, Bing Qiang, Jing Wu und ihresgleichen, waren reich und angesehen; die Häuser der fünf Markgrafen und des Fuping-Klans waren so verschwenderisch, dass sie dem Herrscher sogar die Sängerinnen streitig machten“ (至與人主爭女樂). Die edle Musik, die der Fürst von Hejian darbrachte, wurde nur gehalten, „um bei den jahreszeitlichen Anlässen die Zahl zu füllen; man gebrauchte sie nicht regelmäßig, und was man regelmäßig gebrauchte und bei den Vorstadt- und Ahnopfern spielte, war nicht der edle Klang“ (歲時以備數,然不常御).
Neunzehn Lieder, neunzehn Titel
Was das Amt sang, wird als Liste gegeben: „die Lieder der Vorstadtopfer, neunzehn Kapitel“ (郊祀歌十九章). Die Titel werden einzeln hergezählt — Lian shi ri, Di lin, Qing yang, Zhu ming, Xi hao, Xuan ming, Wei tai yuan, Tian di, Ri chu ru, Tian ma, Tian men, Jing xing, Qi fang, Hou huang, Hua ye ye, Wu shen, Chao long shou, Xiang zai yu, Chi jiao. Neunzehn Titel wie ein Programm. Die Seite gibt die Worte und keine Notation; dieser Beitrag listet die Titel und übersetzt keinen.
Der Erlass
Der Handelnde war Kaiser Ai: „der dies schon als Prinz von Dingtao verabscheute und keine Liebe zur Musik hatte, und der bei Thronbesteigung einen Erlass herausgab: Die Welt ist üppig und kunstreich im Schmuck, und die Musik von Zheng und Wei ist aufgekommen… Will man das Volk redlich und jedes Haus versorgt, ist es, als trübe man die Quelle und suche einen klaren Bach“ (惟世俗奢泰文巧……猶濁其源而求其清流). Dann der Befehl: „die Beamten des Musikamts seien abgeschafft. Die Musik der Vorstadtopfer und die alte Militärmusik, die in den Klassikern steht und nicht Musik von Zheng oder Wei ist, liste man auf und berichte sie, und weise sie anderen Ämtern zu“ (其罷樂府官……別屬他官). Das ist kein Kehraus: das Amt wird aufgelöst und seine Musik verteilt.
Die Liste, Posten für Posten
Kanzler Kong Guang und Großminister He Wu gehen dann das Personal durch, Kategorie für Kategorie, jede mit Zahl und Spruch. Behalten: „Musiker der Vorstadtopfer, zweiundsechzig, für die Opfer an Himmel und Erde in den südlichen und nördlichen Vorstädten“; zwölf Arten von Trommlern — Da Yue sechs, Jia Zhi zehn, Handan zwei, Reiterbläser drei, Jiangnan zwei, Huainan vier, Bayu sechsunddreißig, Liedtrommel vierundzwanzig, Chu yan einer, Liang huang vier, Linhuai fünfunddreißig, Zifang drei — „im ganzen zwölf Arten Trommel, einhundertachtundzwanzig Mann, unter der Halle bei Hofempfängen und Weingelagen aufgestellt, der alten Militärmusik entsprechend“; dreizehn äußere Vorstadtmusiker; siebenundsechzig der Klanmusiker für die südliche Vorstadt; vier für edle Musik; fünf Nachtrufer; und „zwei Aufseher zur Leitung der Musiker — keiner davon darf entlassen werden“.
Dann die Entlassungen, jede mit ihrer Zahl. „Mitglieder des vierfachen Ensembles Zheng, zweiundsechzig: einer ist in der edlen Musik beschäftigt, einundsechzig können entlassen werden“ (鄭四會員六十二人,一人給事雅樂,六十一人可罷) — die schärfste Zeile des Verzeichnisses. „Se-Spieler, acht, sieben entlassen“; „Trommler der Anshi-Musik, zwanzig, neunzehn entlassen“; acht weitere Trommelarten, einhundertachtundzwanzig Mann, „den Klassikern nicht entsprechend“; und eine Reihe von Ensembles — Vierfach-Ensembles Chu, Ba, Yao und Qi, Sänger aus Cai und Qi, Pfeifen- und Zitherspieler — „alles Zheng-Musik, können entlassen werden“. Zuletzt: „Musikschüler, einhundertzweiundvierzig: zweiundsiebzig werden zum Brauen von Stutenmilchwein für den kaiserlichen Versorger gesetzt, siebzig können entlassen werden“ (師學百四十二人,其七十二人給大官挏馬酒,其七十人可罷) — der 挏馬酒 gilt gemeinhin als Wein aus Stutenmilch und die 師學 als Musikschüler; beides ist Vermutung.
Dann die Summe: 829, 388 behalten, 441 entlassen, im Text selbst zusammengezählt. Drei Zahlen, und dieser Beitrag rechnet mit ihnen nicht — kein Anteil, keine Kosten, kein Bruchteil von irgendetwas. Die Vorsicht bleibt: Das ist, was zwei Minister in den Kategorien eines Amtes gezählt haben, keine Zählung der Musiker.
Nach den Entlassungen
Das Ergebnis ist ein Satz: „Das Memorial wurde gebilligt. Aber das Volk war lange darin eingetaucht, und keine edle Musik wurde gemacht, um es zu ändern; die Reichen und die Beamten tauchten wie zuvor weiter, und es verfiel bis Wang Mang“ (奏可。然百姓漸漬日久,又不制雅樂有以相變,豪富吏民湛沔自若,陵夷壞于王莽). Die Entlassung beendete die Musik also nicht: Sie nahm das Amt und das Personal und ließ die Zuhörer.
Zwei Sätze von anderswo, beide gekennzeichnet. Das Buch der Musik des Shiji — gemeinhin für eine spätere Rekonstruktion gehalten, nicht für Sima Qians eigenen Text — sagt, unter den Kaisern Hui, Wen und Jing sei nichts hinzugefügt oder geändert worden, und „im Musikamt übte man nur die alten Routinen“ (于樂府習常肄舊而已), was zur frühen Existenz des Amtes passt; und „als der jetzige Kaiser den Thron bestieg, machte er die neunzehn Kapitel und ließ den Palastdiener Li Yannian deren Klang ordnen und ernannte ihn zum Oberkommandanten für die Harmonisierung der Tonhöhe“. Das ist der Satz einer anderen Seite, als solcher zitiert. Und die Abgrenzung: Der Beitrag dieser Seite über das Vorstadtopfer handelt von Ort und Gaben des kaiserlichen Opfers; dieser hier handelt vom Personal eines Amtes und einer Verkleinerung.
Was die Seiten nicht geben: den Lohn der Musiker, die Kosten der Instrumente, Orte und Anlässe des Spiels über die paar zitierten Sätze hinaus, eine Notation der neunzehn Lieder, ein Festprogramm. Nichts wird ergänzt. Dieser Beitrag behauptet auch nicht, die Musik der Han sei blühend gewesen, vergleicht nicht mit der Lehrstätte der Tang oder späteren Ämtern und rechnet kein Regierungsjahr in ein westliches Datum um. Es bleibt ein Erlass, eine Posten für Posten vorgelesene Liste, drei Zahlen und ein Satz über das Danach.
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Quellen und weitere Lektüre
- 《汉书》卷二十二〈礼乐志〉(维基文库本,未与点校本复核) — The treatise on rites and music, source of the whole staff list. Early Han: 'at the time of the Founder, Shusun Tong made the ancestral-temple music out of the musicians of Qin' (叔孫通因秦樂人制宗廟樂); 'in the second year of Emperor Hui, the Director of Music Xiahou Kuan was made to prepare its pipes and flutes, and it was renamed the Anshi music' (孝惠二年,使樂府令夏侯寬備其簫管,更名曰安世樂); later 'within were the talented women of the side courts, without was the Music Bureau at Shanglin, and both spread Zheng music through the court' (內有掖庭材人,外有上林樂府,皆以鄭聲施於朝廷). It lists the nineteen suburban songs by title, gives Emperor Ai's edict ('let the Music Bureau officials be abolished… the suburban and ancient military music which are in the classics… let them be itemised and attached to other offices' 其罷樂府官……別屬他官), and prints the memorial of Chancellor Kong Guang and Grand Minister He Wu item by item, ending 'in all 829 persons, of whom 388 may not be dismissed… and 441… may all be dismissed' (大凡八百二十九人……皆可罷), followed by 'the memorial was approved. But the common people had been steeped in it a long time… and it decayed down to Wang Mang' (陵夷壞于王莽). The page is plain text without Yan Shigu's commentary; its Western dates in brackets are the transcribers' additions and are not quoted.
- 《史记》卷二十四〈乐书〉(维基文库本,未与点校本复核) — Used for two sentences only, and marked: 'under Hui, Wen and Jing nothing was added or changed; in the Music Bureau they merely practised the old routines' (孝惠、孝文、孝景無所增更,於樂府習常肄舊而已), which agrees that the office is early; and 'when the present emperor came to the throne he made the nineteen chapters and had the palace attendant Li Yannian arrange their sound, appointing him Chief Commandant for the Harmonising of Pitch' (作十九章,令侍中李延年次序其聲). This chapter is generally regarded as a later reconstruction rather than Sima Qian's own text, so it is cited as 'the Shiji's Book of Music', not as Sima Qian's words.




