Die Aufzeichnungen des Großhistorikers geben in der Abhandlung über den ausgeglichenen Standard die Gründung der Han in einem Satz: „der Gründer kam nach dem Verfall von Qin; die Männer zogen in den Krieg, die Alten und Schwachen trugen das Getreide, die Arbeit war hart und der Reichtum erschöpft, sodass der Himmelssohn seine vier Pferde nicht gleichfarbig stellen konnte und manche Generäle und Kanzler Ochsenkarren fuhren und das gemeine Volk nichts mehr zu verwahren hatte“ (自天子不能具鈞駟,而將相或乘牛車,齊民無藏蓋). Zwei Zeilen später kommt der Preis: „das Getreide stieg auf zehntausend Käsch je shi und ein Pferd auf hundert Jin“ (米至石萬錢,馬一匹則百金). Hundert Jin stehen so, wie sie stehen, und werden nicht umgerechnet; die übliche Lesart nimmt sie als Spitze des frühen Han-Marktes, nicht als normalen Preis.
Die mageren Jahre
Das Münzwesen verdarb, bevor die Pferde teuer wurden. Derselbe Abschnitt sagt, das Qin-Geld sei zu schwer zum Gebrauch gewesen, daher habe man das Volk eigenes Geld gießen lassen und „ein Jin Gold“ als Maßstab festgesetzt, das Gesetz gelockert; dann hätten „unbotmäßige Männer, dem Gewinn nachjagend, Waren gehortet und den Markt zurückgehalten, die Preise sprangen, Getreide auf zehntausend Käsch je shi und ein Pferd auf hundert Jin“ (不軌逐利之民……物踴騰糶). Das ist eine Finanzabhandlung, die bei der Preisliste ankommt; das Pferd ist eine Zeile darin.
Unter Kaiser Jing hat dasselbe Kapitel eine kleinere Notiz: als das Land westlich der Kommandantur Shang unter Dürre litt, wurde der Verkauf von Rängen zu niedrigerem Preis wiederbelebt, um Leute anzuziehen, und Sträflinge durften Getreide liefern, um ihre Strafe zu tilgen; „Parkpferde wurden in größerer Zahl gezüchtet, um den Gebrauch zu erweitern, und Paläste, Terrassen, Wagen und Pferde wurden immer mehr gebaut und gehalten“ (益造苑馬以廣用,而宮室列觀輿馬益增修矣). Der Satz steht unter Jing, nicht unter Kaiser Wu, obwohl er oft mit dem späteren Aufschwung zusammengestellt wird. Was 苑馬 genau waren — im Park gehaltene Pferde — ist die übliche Lesart; die Seite erklärt es nicht.
Pferde in den Gassen
Der Aufschwung kommt einen Absatz später, und er ist Rückblick, kein Register: „bis in die ersten Jahre des jetzigen Kaisers, über mehr als siebzig Jahre Han, hatte das Reich keine großen Angelegenheiten … das gemeine Volk hatte Pferde in den Gassen und Herden zwischen den Feldwegen, und wer eine Stute ritt, wurde von den Zusammenkünften ausgeschlossen“ (眾庶街巷有馬,阡陌之閒成群,而乘字牝者儐而不得聚會). Der Schreiber blickt aus der Zeit Kaiser Wus zurück; der Satz ist eine Beschreibung, keine Zählung. 字牝 wird als Stute gelesen und 儐 als ausgeschlossen; die Seite erklärt keines von beiden, und beide sind als übliche Lesarten gekennzeichnet.
Setzt man die beiden Enden zusammen, wechselt das Kapitel die Tonart: von vier Pferden, die der Kaiser nicht gleichfarbig stellen konnte, zu Pferden in den Gassen gewöhnlicher Leute, dazu eine gesellschaftliche Regel, auf welchem Pferd man zu einer Zusammenkunft ritt. Was das Kapitel nie gibt, ist die Zahl der Pferde, im Reich oder in den Parks. Ein Preis und eine Szene sind alles, was es hat, und dieser Artikel macht daraus keine Kurve.
Pässe, Parkpferde und Futter
Die Annalen Kaiser Jings im Buch der Han sind eine andere Art Seite und halten die Pferde in einzelnen Einträgen. Im vierten Jahr der mittleren Ära: „der kaiserliche Sekretär Wan schlug vor, Pferde von fünf chi neun cun und mehr Höhe, deren Zähne noch nicht abgenutzt sind, nicht durch die Pässe zu lassen“ (禁馬高五尺九寸以上,齒未平,不得出關) — eine Höhe und ein Maul, zwei Bedingungen in einem Satz. Im sechsten Jahr: „die Xiongnu zogen in Yanmen ein, erreichten Wuquan, zogen in die Kommandantur Shang ein und nahmen die Parkpferde; an Offizieren und Soldaten fielen zweitausend“ (匈奴入鴈門……取苑馬) — die genommenen Parkpferde standen auf der Seite von Yanmen und Shang. Im zweiten Jahr der letzten Ära: „weil die Ernte ausblieb, wurde den inneren Kommandanturen verboten, Getreide an Pferde zu verfüttern, und das Getreide wurde eingezogen“ (禁內郡食馬粟,沒入之).
Ein weiterer Eintrag steht im Sterbeedikt: es „gab den Königen und Markgrafen je zwei Gespanne von vier Pferden“ (遺詔賜諸侯王列侯馬二駟). Verbote, Beschlagnahmen, Verluste, Geschenke — die Annalen tragen sie Jahr für Jahr ein, und die Pferde sind nie das Thema dieser Seite. Es gibt in diesen Einträgen keine Übersicht über eine Pferdeverwaltung, und dieser Artikel setzt keine zusammen.
Ein Bronzepferd als Modell
Das Buch der Späteren Han nähert sich in der Lebensbeschreibung Ma Yuans den Pferden von einer anderen Seite: „Yuan ritt gern und verstand es, berühmte Pferde zu unterscheiden; in Jiaozhi erhielt er Bronzetrommeln der Luo Yue und ließ sie zu einem Pferdemodell umgießen, das er bei seiner Rückkehr übergab“ (援好騎,善別名馬,於交阯得駱越銅鼓,乃鑄爲馬式,還上之). Dazu ging eine Denkschrift: „am Himmel bewegt sich nichts wie der Drache, auf Erden nichts wie das Pferd. Das Pferd ist die Wurzel von Rüstung und Waffen, der große Nutzen des Staates: in Ruhe scheidet es die Ordnung von Edel und Gering; im Wandel trägt es Menschen weit“ (馬者甲兵之本。國之大用……). Das sind Ma Yuans Worte in einer Denkschrift, keine Lehre, die die Seiten den Han insgesamt zuschreiben.
Die Denkschrift gibt drei Dinge. Eine Überlieferung: „in neuerer Zeit gab es Ziyu aus Xihe, der die Methode ebenfalls verstand; Ziyu gab sie an Yi Changru aus Xihe weiter, Changru an Ding Jundu aus Maoling und Jundu an Yang Zi'e aus Chengji; ich lernte bei Zi'e und empfing die Knochenmethode“ (子輿傳西河儀長孺……臣援嘗師事子阿,受相馬骨法) — die Seite schreibt den dritten Namen einmal 丁君都 und dann 君群, so abgedruckt. Ein älteres Bronze: unter Kaiser Wu ließ der Pferdekenner Dongmen Jing „eine Bronzemethode des Pferdes gießen und übergab sie; auf Befehl wurde sie vor dem Luban-Tor aufgestellt, worauf das Luban-Tor in Goldenes Pferdetor umbenannt wurde“ (東門京鑄作銅馬法獻之……則更名魯班門曰金馬門). Und sein eigenes Modell, unter der Xuande-Halle aufgestellt: „das Pferd drei chi fünf cun hoch, vier chi fünf cun im Umfang“ (馬高三尺五寸,圍四尺五寸). Die Quellen, die er nennt, sind nur Namen — „Yis Zaum, Mund und Zähne der Familie Bozhong, Xies Lippen und Mähne, Dings Körper“ (儀氏䩭,中帛氏口齒,謝氏唇鬐,丁氏身中) — ohne dass eine Knochenregel ausgeschrieben wird.
Was die Seiten nicht geben
Keine der drei gibt eine Gesamtzahl von Pferden, eine Zahl oder Größe von Parks oder eine Preisreihe: es gibt ein „hundert Jin“ und nichts zum Vergleichen. Die Maße des Modells stehen so, wie sie stehen, und werden nicht umgerechnet. Die Beurteilungsmethode ist eine Liste von Familiennamen; eine Knochenregel wird hier nicht geliefert. „Das Pferd ist die Wurzel von Rüstung und Waffen“ gehört zu einer Denkschrift. Über Pferde und die Kriege mit den Xiongnu wird kein Kausalzusammenhang behauptet, und die Weiden der Nördlichen Wei sind ein eigener Artikel.
Drei Seiten, drei Schreibweisen. Eine Finanzabhandlung gibt einen hohen Preis und eine erinnerte Szene. Eine Annalenreihe gibt eine Passgröße, eine verlorene Herde, ein Futterverbot und ein Geschenk auf dem Totenbett, Eintrag für Eintrag. Eine Biographie gibt ein Bronzepferd mit Maßen und eine Liste von Lehrern. Zwischen den Ochsenkarren der Gründung und den Pferden in den Gassen verzeichnen die Seiten, dass sich die Verhältnisse änderten; sie zählen die Änderung nie, und sie beschreiben nie ein Amt, das sie verwaltet hätte.
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Quellen und weitere Lektüre
- 《史记》卷三十·平准书(西汉司马迁撰;维基文库本,页面白文无注,未与中华书局点校本复核) — The two ends of Han horse wealth in one revenue treatise: at the founding, after the ruin of Qin, 'the son of heaven could not match his four horses in colour and some generals and chancellors rode ox-carts', with grain at ten thousand cash a shi and 'a horse at a hundred jin'; under Emperor Jing, drought west of Shang commandery, the sale of ranks at a lower price, convicts paying grain to cancel sentence, and 'park horses bred in greater numbers to broaden use'; then, looking back from the reign of Emperor Wu over seventy years, 'the common people had horses in the lanes, in herds between the field paths, and a man who rode a mare was shut out of gatherings'. No totals, no park numbers, no series of prices.
- 《后汉书》卷二十四·马援列传(南朝宋范晔撰;维基文库本,页面白文无注,未与中华书局点校本复核) — Ma Yuan, fond of riding and good at naming horses, melts bronze drums taken in Jiaozhi into a horse model and presents it with a memorial: 'in the sky nothing moves like the dragon, on earth nothing like the horse; the horse is the root of armour and weapons'; the transmission of the bone method from Ziyu of Xihe through Yi Changru, Ding Jundu and Yang Zi'e to himself; the earlier bronze of Dongmen Jing set outside the Luban gate, which was renamed the Golden Horse Gate; his own model three chi five cun high and four chi five cun around, set below the Xuande hall; and the families whose methods he followed, named only — Yi's bridle, Bozhong's mouth and teeth, Xie's lips and mane, Ding's body — with no bone rule written out.
- 《汉书》卷五·景帝纪(东汉班固撰;维基文库本,页面白文无注,未与中华书局点校本复核) — Single entries in the annals: in the fourth year of the middle era the imperial secretary Wan proposes forbidding horses five chi nine cun and more high, with teeth not yet worn level, to leave the passes; in the sixth year the Xiongnu enter Yanmen, reach Wuquan, enter Shang commandery and take the park horses, with two thousand officers and men killed; in the second year of the final era, the harvest failing, the inner commanderies are forbidden to feed grain to horses and the grain is confiscated; and the deathbed edict gives the kings and marquises two teams of four horses each.




