Beginnen wir mit dem Tag. Die Regel ist, ihn nicht zu wählen: 不諏日 — nicht über den Tag befragen. Stattdessen steht am Tag der Weissagung der Hausherr vor dem Tor in dunkler Kappe und dunklem Gewand, nach Westen gewandt, seine Verwandten hinter ihm im selben Kleid, die Amtsträger im Osten; der Wahrsager holt die Schafgarbenstängel; der Verwalter spricht die Formel: 孝孫某,筮來日某,諏此某事,適其皇祖某子。尚饗. Der Name in dieser Formel ist 某 — soundso — und hält die Stelle, an die ein Name gehörte. Das ist der Anfang des 特牲饋食禮, des Opfers, in dem ein Mann vom Rang eines shi ein einziges Opfertier zu seinen Ahnen bringt. Drei Tage vorher erlosen sie etwas Seltsameres: welcher Lebende der Ahn sein soll.

Eine Seite Handlungen, eine Seite Gründe

Zwei Seiten werden hier benutzt und leisten zwei Arten von Arbeit. Das Yili ist ein Drehbuch: wer wo steht, was gehoben, was eingegossen wird, in welcher Ordnung. Es sagt nie warum. Das Kapitel 祭統 des Liji gibt Gründe und fast keine Schritte: 夫祭者,非物自外至者也,自中出,生於心也 — das Opfer ist keine Sache, die von außen kommt; es kommt von innen, im Herzen geboren. Es zählt auch, zehn durch das Opfer gezeigte Verhältnisse (夫祭有十倫焉) und drei Gewichte darin, und es stuft ab, wer die Reste isst: vier mit dem Herrscher, sechs mit seinen großen Beamten, acht mit den shi. Diese Zahlen gehören zum Opfer des Herrschers, nicht zu diesem. Die beiden Bücher sind nicht Text und Kommentar. Wo dieser Artikel 祭統 zitiert, sagt er es, und benutzt es nicht, um einen Schritt zu erklären.

Erst der Tag, dann der Mann

Es gibt zwei Weissagungen. Den Tag: 不諏日, dann 及筮日 — der Hausherr am Tor in Kappe und dunklem Gewand, die Verwandten im selben Kleid, die Amtsträger im Osten, der Wahrsager nimmt die Stängel aus der westlichen Schule. Keine Person wird genannt: 孝孫某,筮來日某 — der fromme Enkel, soundso, weissagt den und den Tag für den und den Dienst, sich seinem erhabenen Ahn, soundso, nahend. Drei Tage vor dem Opfer: 前期三日之朝,筮尸,如求日之儀, und diese Formel nennt einen Mann, in derselben Platzhalterweise: 筮某之某為尸 — weissage, ob dieser Mann jenes Hauses der Stellvertreter sein darf.

Dann muss es ihm gesagt werden. 乃宿尸 — der Hausherr geht zum Tor des Stellvertreters, der Stellvertreter kommt heraus, gekleidet wie der Hausherr, der Verwalter sagt 筮子為某尸,占曰吉,敢宿 — wir haben geweissagt, du seist Stellvertreter für den und den, das Zeichen war gut, wir erlauben uns, es dir zu sagen. Der Stellvertreter stimmt zu; der Hausherr verneigt sich mit dem Kopf auf den Boden. Die Gäste werden in derselben Form benachrichtigt. Welcher Mann gewählt werden darf, regelt das andere Buch: 孫爲王父尸 — ein Enkel ist der Stellvertreter seines Großvaters; 所使爲尸者,於祭者子行也;父北面而事之 — er steht in der Generation des Sohnes zum Opfernden, und der Vater wendet sich nach Norden und dient ihm. Eine Verwandtschaftsregel, als solche gesagt, kein Schritt in diesem Handbuch.

Der Vorabend: Dreifüße und ein Eintopf

Am Abend zuvor wird der Hof gerichtet. 厥明夕,陳鼎于門外,北面北上,有鼏 — Dreifüße vor dem Tor nach Norden, jeder mit seinem Deckel; ein Gestell südlich davon; das Opfertier westlich davon, Kopf nach Norden, Füße nach Osten; das Waschbecken südöstlich der absteigenden Stufen; Weingefäße und Gestelle an der Ostwand; Schalen und Körbe im Ostzimmer; Matten und zwei Korngefäße in der Westhalle. Die Amtsträger prüfen und melden 濯、具, gewaschen und vollständig, dann 視牲,告充, das Opfertier geprüft und angenommen; 雍正作豕, der Beamte des Opfertiers nimmt das Schwein in die Hand.

Dann fragen sie nach der Stunde, und die Antwort ist eine Bedingung: 請期,曰『羹飪』 — wenn der Eintopf gar ist. Im Morgengrauen sieht der Hausherr das Schlachten neben dem Tor (視側殺), seine Frau überwacht die Feuerstelle unter der Westhalle, das Kochen geschieht draußen östlich des Tors, und 羹飪,實鼎 — Eintopf fertig, Dreifüße gefüllt. Drinnen 尊于戶東,玄酒在西 — der Wein östlich der Tür, und westlich davon Wasser, dunkler Wein genannt, an der Ehrenstelle. Für den Stellvertreter wird ein Becken im Tor bereitgestellt: 尸盥匜水,實於槃中,簞巾,在門內之右. Seine Matte wird in der Kammer ausgelegt.

Der Ahn am Tor

Die Frau geht zuerst hinein mit zwei Schalen, Essiggemüse und Schneckensauce (薦兩豆,葵菹、蝸醢); dann werden die Dreifüße gehoben, der Hausherr und der Gehilfe für das Opfertier, der älteste Gast und die Amtsträger für Fisch und Trockenfleisch; das Fleisch kommt auf die Gestelle. Dann 祝迎尸于門外 — der Anrufer empfängt den Stellvertreter vor dem Tor. 尸入門左,北面盥 — er tritt links vom Tor ein und wäscht sich nach Norden gewandt; 宗人授巾, der Beamte reicht ihm das Tuch; an den Stufen 祝延尸, der Anrufer führt ihn hinauf. 尸即席坐,主人拜妥尸 — er setzt sich auf seine Matte, und der Hausherr verneigt sich, um ihn zu setzen. Hier hat das andere Buch eine Regel zur Schwelle: 君迎牲而不迎尸,別嫌也。尸在廟門外則疑於臣,在廟中則全於君 — der Herrscher empfängt das Opfertier, aber nicht den Stellvertreter, um Verwechslung zu vermeiden; außerhalb des Tors ist er noch zweifelhaft als Untertan, drinnen ist er ganz der Herrscher.

Er isst. 祝命挼祭 — der Anrufer ordnet die erste Opferung an; der Stellvertreter hält die Schale in der linken Hand und opfert ein Essiggemüse zwischen den Schalen; er kostet den Wein und meldet ihn gut (祭酒,啐酒,告旨), kostet den Eintopf und meldet dasselbe. Dann die Bissen: 尸三飯,告飽 — drei, und er meldet Sättigung; 祝侑, der Anrufer lädt ihn ein, und der Hausherr verneigt sich; drei weitere und wieder satt, wieder eingeladen, drei weitere: 尸又三飯,告飽. Neun Bissen, drei Meldungen, drei Einladungen. Die Seite zählt sie; sie erklärt sie nicht.

Der Becher, der Segen, die Reste

Der Hausherr gießt ein: 主人洗角,升酌,酳尸 — ein Horn gewaschen, gefüllt, dargeboten; der Stellvertreter kostet, der älteste Gast folgt mit Leber, und der Anrufer nimmt das Horn und verkündet 送爵!皇尸卒爵. Dann gießt der Stellvertreter zurück: 祝酌授尸,尸以醋主人. Dann der Segen, um dessentwillen der Tag da ist: 佐食摶黍授祝,祝授尸 — der Gehilfe rollt Hirse und gibt sie dem Anrufer, der sie dem Stellvertreter gibt; 尸受以菹豆,執以親嘏主人 — der Stellvertreter nimmt sie in einer Schale mit Essiggemüse und segnet den Hausherrn mit eigener Hand. Nicht der Anrufer, nicht ein Priester: der Mann, der den Großvater spielt, gibt das Glück selbst, und der Hausherr empfängt es mit dem Kopf auf dem Boden.

Dann die Hausherrin: 主婦洗爵于房,酌,亞獻尸. Dann der Gast: 賓三獻,如初。燔從如初。爵止. Die Becher laufen nach außen, zum Hausherrn und zur Hausherrin, zum ältesten Bruder und den jüngeren Brüdern, zu den weiblichen Verwandten in der inneren Kammer (獻內兄弟于房中), bis 眾賓及眾兄弟交錯以辯 — Gäste und Verwandte kreuzen die Becher, bis jeder einen gehabt hat. Dann endet die Fiktion: 祝東面告利成, der Anrufer verkündet, das Wohl sei vollendet; 尸謖, der Stellvertreter erhebt sich, der Anrufer vor ihm her.

Zwei Männer essen dann, was übrig ist. 筵對席,佐食分簋鉶 — Matten einander gegenüber, der Gehilfe teilt Korn und Eintopf; 祝命嘗食 — der Anrufer ordnet das Essen an. Die zwei sind der Erbe, der den Becher hob, und der älteste Bruder; jeder bekommt ein Stück Haut (各一膚); der Anrufer sagt 餕,有以也, dieses Essen hat seinen Grund; und als der Hausherr beiden eingießt, 酳,有與也, dieser Becher hat sein Teilen. Der Grund steht im anderen Buch: 餕者祭之末也, das Essen der Reste ist das Ende des Opfers; und 尸亦餕鬼神之餘也,惠術也,可以觀政矣 — auch der Stellvertreter isst, was die Geister gelassen haben; es ist die Kunst des Gebens, und daran lässt sich die Regierung erkennen. Dort sind die Essenden vier, sechs und acht nach Rang; hier sind es zwei.

Der letzte Abschnitt der Seite, mit 記 überschrieben, liefert, was das Drehbuch voraussetzte: alle in Hofkleid, dunkler Kappe, schwarzem Gürtel und Schurz, außer 唯尸、祝、佐食玄端, Stellvertreter, Anrufer und Gehilfe in dunklem Obergewand mit Rangschurz; was der Korb enthält (二爵、二觚、四觶、一角、一散); und was auf dem Gestell des Stellvertreters liegt — fünf Stücke des Schweins (左肩、臂、臑、肫、胳), Rückgrat und Rippen, 膚三,離肺一,刌肺三,魚十有五, fünfzehn Fische. Dann 佐食闔牖戶 — der Gehilfe schließt Fenster und Tür — und 宗人告事畢, der Beamte meldet die Sache beendet; die Gäste gehen. Es gibt kein Gewicht für das Schwein, keinen Preis, keine Stundenzahl, keine Familie: 孝孫某 ist alles, was die Seite festlegt. Zwei Grenzen folgen: das ist eine Regel, kein Bericht von einer Feier; und die Ränge des 祭統 sind nicht auf die zwei Esser dieses shi zurückzurechnen. Diese Seite hat über Weissagung und Opfer der Shang geschrieben, über Opfermusik und -tanz der Shang, über den Erdaltar und das große Winteropfer und über den Altar eines gefallenen Staates; dieser Artikel ist das Opfer eines shi an seine eigenen Toten.

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Quellen und weitere Lektüre

  1. 《儀禮·特牲饋食禮》第十五(維基文庫本,白文,頁面用簡體錄文,未與中華書局點校本複核) — The script for one shi's ancestral offering, with no year, place or named family: 不诹日; 筮尸; 乃宿尸; the eve's tripods and the victim (雍正作豕); 请期,曰羹饪; 夙兴,视侧杀; 尸盥匜水 in the gate; 祝迎尸于门外; 主人拜妥尸; 祝命挼祭; 尸三饭告饱, urged three times, nine mouthfuls; 主人洗角,升酌,酳尸; 尸以醋主人; 尸受以菹豆,执以亲嘏主人; 主妇亚献, 宾三献; 众宾及众兄弟交错以辩; 祝东面告利成, 尸谡; 馂 with 祝曰馂,有以也 and 酳,有与也; 佐食阖牖户; 宗人告事毕. Ends with a 记 on dress, vessels and the cuts of meat. The page's text has damaged spots (e.g. the divination result line) and a split character 扌耎 for 擩; neither is quoted.
  2. 《禮記·祭統》(維基文庫本,繁體白文,頁頭標 textquality 75%,未與中華書局點校本複核) — Argument, not ritual steps: 夫祭者,非物自外至者也,自中出,生於心也; 福者,備也; 祭者,所以追養繼孝也; 生則養,没則喪,喪畢則祭; 外則盡物,内則盡志; 十倫; 三重; 散齊七日,致齊三日; 孫爲王父尸…父北面而事之; 君迎牲而不迎尸,别嫌也; 尸飲五/七/九; 餕者祭之末也; 尸亦餕鬼神之餘也,惠術也,可以觀政矣; the remains eaten by 君與卿四人, 大夫六人, 士八人; 春祭曰礿,夏祭曰禘,秋祭曰嘗,冬祭曰烝.