Ein Rad von sechs chi sechs cun im Durchmesser; die Achsspitze drei chi drei cun über dem Boden; rechnet man Rahmen und Klotz hinzu, liegt der Kastenboden vier chi hoch; ein Mensch ist acht chi groß. Das Kaogongji sagt: „Einsteigen und aussteigen, das ist das Maß“(人長八尺,登下以為節). Von allen Prüfungen, die ein Streitwagen bestehen musste, war die erste nicht die Schnelligkeit: dass ein Mensch aufsteigen konnte.
Sechs chi sechs cun
Das Kaogongji, der Abschnitt des Zhou li über das Handwerk, beginnt seine Wagenkapitel mit drei Fahrzeugen nebeneinander: „Das Rad des Streitwagens ist sechs chi sechs cun, das des Feldwagens sechs chi drei cun, das des Fahrwagens sechs chi sechs cun“(兵車之輪六尺有六寸,田車之輪六尺有三寸,乘車之輪六尺有六寸). Streitwagen und Fahrwagen teilen das hohe Rad; der Feldwagen, für Jagd und schlechten Grund gebaut, sitzt drei cun tiefer. Warum, sagt der Text nicht. Er hält Maße fest, und dieser Artikel hält sie in chi und cun des Buches, statt sie umzurechnen.
Vor jedem Maß bemerkt das Kapitel, wie viele Gewerbe in einem Fahrzeug zusammentreffen: „Beim Bau eines einzigen Geräts ist es der Wagen, der die meisten Handwerke versammelt“(故一器而工聚焉者,車為多). Sieben holzverarbeitende Gewerbe werden genannt — Radmacher, Karosseriebauer, Bogenbauer und vier weitere —, und die drei Wagenkapitel tragen die Namen der Männer: lun ren, der Radmacher; yu ren, der Karosseriebauer; zhou ren, der Deichselmacher. Der Radmacher schlägt seine drei Werkstoffe zur rechten Zeit, und wenn alle drei bereit sind, stimmt ein Könner sie aufeinander ab(斬三材必以其時,三材既具,巧者和之). Ihm obliegen drei Teile: die Nabe, „damit es leicht läuft“; die Speichen, „damit es gerade trägt“; die Felge, „damit es fest umschließt“. Nutzt sich das Rad ab und hat keines der drei seinen Dienst versäumt, nennt der Text es vollkommen(完).
Der dreifache Gleichklang und die sechs Stufen
Die Regeln des Karosseriebauers sind reine Verhältnisse. „Radhöhe, Kastenbreite und Jochlänge, drei wie eins: das heißt der dreifache Gleichklang“(輪崇,車廣,衡長,叄如一,謂之叄稱)— der Text schreibt die alte Form 叄. Alles Weitere ist Bruch: Teile die Kastenbreite in drei und nimm ein Drittel weg für die Tiefe(隧);teile diese Tiefe wieder, ein Teil vorn, zwei hinten, und biege die Querleiste danach; die vordere Querleiste(式)steht auf der halben Breite, die Seitenlehne(較)auf der halben Tiefe. Kein einziger absoluter Wert steht in diesem Abschnitt. Der Kasten misst sich an sich selbst.
Dann die sechs Stufen(六等之數). Der Wagenrahmen ist vier chi hoch — die erste. Eine Dolchaxt(戈)auf sechs chi sechs cun langem Schaft, schräg gepflanzt, ragt vier chi über den Rahmen — die zweite. Ein Mensch von acht chi ragt vier chi über die Dolchaxt — die dritte. Ein Speer(殳)von einem xun und vier chi ragt vier chi über den Menschen — die vierte. Eine Wagenhellebarde(戟)von einem chang ragt vier chi über den Speer — die fünfte. Eine Lanze(酋矛)von einem chang und vier chi ragt vier chi über die Hellebarde — die sechste. Jede Stufe ist vier chi. Die Seite erklärt weder xun noch chang; was sie festlegt, ist eine Leiter der Höhen vom Wagenboden bis zur Spitze der längsten Waffe.
Wie ein Wagen geprüft wurde
„Die Prüfung eines Wagens beginnt beim Rad“(察車自輪始). Dann die beiden Mängel, die die Grenzen setzen: „Ist das Rad zu hoch, kann ein Mensch nicht aufsteigen; ist es zu niedrig, geht das Pferd ewig bergan“(輪已崇,則人不能登也;輪已庳,則於馬終古登阤也). Dann vier Prüfungen, jede mit ihrem Werkzeug: „Rund stimmt zum Zirkel, eckig zum Winkelmaß, aufrecht zum Lot, waagerecht zur Wasserwaage“(圜者中規,方者中矩,立者中縣,衡者中水).
Im Kapitel des Deichselmachers steht der beste Satz des Abschnitts: „Vorwärts berät er sich mit dem Pferd, rückwärts mit dem Menschen“(進則與馬謀,退則與人謀). Die Tiefe der Deichsel ist nach dem Gespann gestuft: vier chi sieben cun für ein Staatspferd, vier chi für ein Feldpferd, drei chi drei cun für ein müdes. Ein Wagen ist kein einzelnes Ding. Er ist ein Satz von Teilen, jedes gemessen an dem, womit es umgeht — dem Boden, dem Pferd, dem Menschen.
Siebenhundert, dann achthundert
Im zweiten Jahr des Herzogs Cheng von Lu (589 v. Chr.) kehrte Sun Huanzi, bei Xinzhu geschlagen, nicht nach Wei heim, sondern ging nach Jin, um Truppen zu erbitten; Zang Xuanzhu ging mit, und beide wandten sich an Xi Xianzi. „Der Markgraf von Jin versprach ihm siebenhundert sheng“(晉侯許之七百乘: siebenhundert Einheiten des Aufgebots, 乘). Xi Ke lehnte die Zahl ab: „Das ist das Aufgebot von Chengpu. Dank der Klugheit des früheren Herrn und der Strenge der früheren Beamten wurde jene Schlacht gewonnen; ich könnte nicht tun, was sie taten. Ich erbitte achthundert sheng“(請八百乘). Der Markgraf gewährte es. Dann die Ämter: Xi Ke über das mittlere Heer, Shi Xie über das obere, Luan Shu über das untere, Han Jue als Marschall — um Lu und Wei zu entsetzen.
Liest man die Stelle genau, hört ein sheng auf, ein Wagen zu sein. Siebenhundert, achthundert: das sind Zahlen der Verpflichtung, und gestritten wird über sie im Vergleich mit dem Ansatz eines älteren Feldzugs(城濮之賦). Später im selben Jahr nennt der Fürst von Qi seine eigenen Streitkräfte „mein dürftiges Aufgebot“(不腆敝賦), und eine Meldung besagt, „die Wagen seien in großer Zahl gekommen“(且告車來甚眾)— dort steht 車 für das Fahrzeug und 賦 für das Aufgebot. Die beiden Wörter sind nicht austauschbar.
Was auf diesen Seiten fehlt
Keine der beiden Seiten nennt die Größe eines sheng. Das Kaogongji misst ein Fahrzeug und sagt nichts darüber, wie viele Männer darin standen; das Zuozhuan zählt eine Verpflichtung und sagt nichts darüber, wie diese Wagen geordnet waren oder wie sie auf der Straße aussahen. Spätere Handbücher besetzen den Wagen tatsächlich mit Männern, aber dieser Artikel übernimmt ihre Zahlen nicht, weil die beiden Seiten, auf denen er ruht, sie nicht geben. Es gibt keine Formation, kein taktisches Schema, keine wirkliche Musterung. Das Kaogongji ist eine Norm des Machens, keine Namensliste; das Zuozhuan ist die Aufzeichnung eines Feilschens um Zahlen.
Es bleiben zwei Maße, die sich nie ganz zusammenfügen. Ein Wagen wurde daran gemessen, ob ein Mensch hinaufsteigen konnte, an vier chi zwischen Achse und Lanzenspitze, an einem Rad, das rund gegen den Zirkel lief. Ein Heer wurde an einem alten Ansatz gemessen, verhandelt in Sieben- und Achthunderten, von Männern, die die Zahlen der Werkstatt nie gesehen hatten. Das Handwerksbuch hat die genauen Maße und kein Heer; die Chronik hat das Heer und nur eine Zahl, um es zu benennen.
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Quellen und weitere Lektüre
- 《周礼·冬官考工记》(齐国官书传统;维基文库本,未与点校本复核) — A craft manual, not an order of battle. It puts three chariots side by side — 'the war chariot's wheel is six chi and six cun, the field chariot's six chi and three cun, the riding chariot's six chi and six cun' — then gives the carriage maker's proportions ('wheel height, carriage width and yoke length, three as one, called the triple match', written with the old form 叄) and the 'six degrees', a ladder of heights rising four chi at a time from the four-chi carriage frame to the lance tip. It also gives the workshop's tests: 'examining a chariot begins with the wheel', 'round matches the compass, square the square, upright the plumb line, level the water', and the two failures that set the limits — a wheel too tall to climb into, too low and the horse is forever going uphill. Measurements are quoted in the text's own chi and cun here, never converted.
- 《春秋左氏传·成公》(成公二年,前 589;维基文库本,未与点校本复核) — Here sheng is a unit of military obligation, not a vehicle. Sun Huanzi, defeated at Xinzhu, goes to Jin to beg for troops together with Zang Xuanzhu, both through Xi Xianzi: 'the Marquis of Jin promised him seven hundred sheng.' Xi Ke objects, 'this is the levy of Chengpu — thanks to the former ruler's wisdom and the former officers' discipline that battle was won; I could not do what they did; I ask for eight hundred sheng,' and the marquis allows it. The same year has the lord of Qi call his own forces 'my poor levy' (不腆敝賦) and a report that 'the chariots had come in great numbers' (且告車來甚眾) — 賦 for the levy, 車 for the vehicles. The chapter gives no men per chariot, no formation and no count of what actually arrived.




