ALLTAGSLEBEN · VON SHANG BIS QING
Artikel
Kleine Fragen öffnen ein Fenster in die Vergangenheit.

Der Esel im Brunnen: Tempelillusionen im Luoyang der Nördlichen Wei
Im Luoyang der Nördlichen Wei zeigte ein Künstler in einem Nonnenkloster Illusionen: einen gehäuteten Esel im Brunnen, Datteln und Melonen im Nu. Wie es ging, sagt die Quelle nicht.

Fleisch ohne Kühlschrank: Reis, Weintrub und Lehm
Ein Schwein im zwölften Monat, drei Wege, es zu halten: in gekochtem Reis, bis es säuert; in gesalzenem Weintrub; in Lehm versiegelt an der Nordwand. Das Qimin Yaoshu nennt alle drei.

Knecht der Milch: Wang Su, der Tee und der Geschmack eines Nordhofs
Ein Überläufer aus dem Süden kommt 494 nach Luoyang, isst weder Hammel noch Milch und trinkt Tee. Jahre später nennt er am Kaiserhof den Tee den Knecht der Milch. Eine Anekdote, ein Spitzname — ein Mann, kein Volk.

Ein Mahl der Nördlichen Wei: Nudeln, Spanferkel und Dickmilch
Ein Mahl des Nordens, 6. Jahrhundert, ohne Pfanne: Teig zu Fuß und Zoll geschnitten, Spanferkel am fernen Feuer gedreht, Milch mit Sauerteig angesetzt und zu Butter geschlagen. Das Qimin Yaoshu sagt, wem das gehörte.

Rindermark, Nelke und Saflor: Gesichtssalbe in der Nördlichen Wei
Das Ackerbauhandbuch Qimin Yaoshu beschließt sein Saflor-Kapitel mit einer Kosmetikwerkstatt: Mark und Nelke für die Gesichtssalbe, Saflor und saure Granatäpfel für Rouge. Eine Zutat, Bleiweiß, war giftig.
